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Claudia Jung

. ich bin ziemlich dickköpfig und wenn ich mir etwas zum Ziel gesetzt habe,dann marschiere ich unbeirrbar und auf geradem Wege darauf zu. Das mag manchmal für meine Umgebung unbequem sein, aber es ist so. Gesungen habe ich eigentlich schon, solange ich denken kann. Ich glaube, ich habe immer schon als Baby vor mich hingeträllert. Diese Liebe zur Musik hat sich auch dann nicht geändert, als ich in der Schule gezwungen wurde, Blockflöte zu lernen. Freiwillig habe ich dann später noch Gitarren-Unterricht genommen. Als ich gerade in der Schule war, kam ich in den Amt-Angerland-Chor. Vielleicht werden sie ihn nicht kennen - aber in unserer Gegend war er damals ziemlich berühmt. Ich besuchte die Realschule, später das Gymnasium - und ich glaube, ich fiel dabei mehr durch meine große Klappe als durch schulische Leistungen auf. Immerhin: Musik war ein Fach, bei dem ich begeistert mitmachte. Auch wenn ich mir bereits mit 16 durch die Singerei immer wieder ein kleines Zubrot verdienen konnte, so wäre ich nie auch nur im Traum auf die Idee gekommen, dass ich einmal Musik zu meinem Beruf machen könnte.

Mit 18 ging ich von der Schule ab - und hatte eigentlich keine Idee, was aus mir werden sollte. Ich versuchte mich zunächst einmal als Fotolaborantin. Das machte mir zwar irgendwie Spaß, aber mir war relativ schnell klar, dass ich mein Arbeitsleben auf keinen Fall in dunklen, nach Chemikalien stinkenden Kellern verbringen wollte. Arzthelferin - das schien mir eine saubere, krisensichere Angelegenheit zu sein und man hatte, und das war für mich das wichtigste, mit Menschen zu tun. Ich begann eine Ausbildung - und musste bald feststellen, dass ich kein Blut sehen konnte, zumindest dann nicht, wenn es frisch aus Lebewesen heraus quoll. Eine schwache Seite meiner Persönlichkeit, die mich schon vorher beim verarzten unseres Dackels an den Rand der Ohnmacht getrieben hatte. Ich dachte, das verwächst sich schon mit dem Alter. Ein Irrglaube, wie sich schnell herausstellte und damit war meine Karriere im medizinischen Bereich bereits nach wenigen Monaten beendet.

Ich wußte nun noch weniger, was ich tun sollte. Und um diese "Phase der Selbstfindung" nicht durch die bohrenden Fragen nach meiner Zukunft von Familie und Freunden stören zu lassen, ging ich gewissermaßen zur "Überbrückung" zunächst mal nach Italien und betreute dort im Auftrag eines Reisebüros deutsche Touristen. Dabei hatte ich auch immer wieder die Gelegenheit Musik zu machen und mit den Showbands in den Hotels das ein oder andere Lied zu singen. Ungefähr ein Jahr blieb ich in Italien. Es war eine schöne Zeit, ich habe viel gelernt, ich habe die italienische Küche entdeckt und spreche seither italienisch. Aber mir war trotzdem bald klar, dass auch das nicht mein eigentliches Leben sein konnte. Als ich zurück nach Deutschland kam, nahm ich einen Job im Büro an. Ich muss sagen, ich habe wirklich gerne im Büro gearbeitet, zumal ich als einzige Bürokraft im Hause meines Chefs nie mit Zickenalarm zu kämpfen hatte und auch jedes Mal Verständnis und Unterstützung für meine musikalischen Ausflüge erfahren habe.

Dann, 1984, lernte ich über Freunde den Musikproduzenten Adam Schairer kennen, der mich zu Probeaufnahmen in ein Kölner Studio einlud. Gemeinsam mit dem Hitkomponisten und Produzenten Jean Frankfurter sowie dem Texter Erich Offierowski schrieb er meine ersten Songs und bis zur ersten Singleveröffentlichung war es nicht mehr weit. Wenn Sie glauben, dass ich dann über Nacht berühmt wurde, dann täuschen Sie sich. Meine ersten Singles "Immer wieder eine handvoll Zärtlichkeit" und "Träume sterben nie" ließen zwar die Redakteure in den Rundfunkstudios aufhorchen - endlich wieder eine neue Stimme - und wurden auch sehr oft gespielt, dennoch waren sie nicht mehr als ein Achtungserfolg, aber meine Plattenfirma glaubte weiterhin an mich und mit dem Erscheinen meiner dritten Single "Amore Amore" sowie dem ersten Album "Halt mich fest", ging es dann endlich langsam, aber stetig bergauf.

Es war ein langer Weg. Ich habe viel gearbeitet und mein Sternzeichen hat mir sehr geholfen. Manche Leute sagen mir heute immer wieder, dass ich jetzt ganz oben bin. Ich habe goldene und Platin-Schallplatten, "ECHO"-Preise, "Goldene Stimmgabeln" sowie den "Fred-Jay-Textdichterpreis". Ich habe vor ausverkauften Sälen gesungen und die Presse nennt mich "Die große Dame des deutschen Schlagers". Bin ich ganz oben ? - Ich glaube, noch nicht.

Ich will noch mehr. Und ich bin und bleibe ein Widder.

Homepage Claudia Jung:www.claudia-jung.de

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